ALL WILL FALL

Shadow PC, PC

Mit All Will Fall erwartet dich eine fordernde Kolonie-Simulation, die klassischen Aufbau mit physikbasierten Mechaniken kombiniert und dich ständig dazu zwingt, deine Entscheidungen neu zu überdenken.

 

Komplexes Aufbausystem mit vielen Möglichkeiten

In All Will Fall startest du je nach Szenario mit einer kleinen Gruppe Überlebender – insgesamt stehen dir acht unterschiedliche Startbedingungen zur Auswahl. Dein Ziel ist klar: überleben. Dafür sammelst du Ressourcen, baust deine Basis aus und sorgst für Nahrung sowie Trinkwasser. Währenddessen treten immer wieder zufällige Ereignisse auf, die neue Chancen oder Probleme mit sich bringen. Durch Entscheidungen sammelst du Einfluss, den du nutzen kannst, um Regeln festzulegen oder Ereignisse in deinem Sinne zu lenken. Dabei musst du ständig abwägen: Setzt du auf Effizienz und Kontrolle – oder auf Freiheit und Zufriedenheit deiner Bevölkerung? Ein spannender Twist ist die Aufteilung deiner Leute in drei Gruppen: Arbeiter, Seeleute und Ingenieure. Jede hat eigene Aufgabenbereiche. Seeleute sammeln Ressourcen auf dem Wasser, Ingenieure bedienen komplexe Maschinen wie Kräne, und Arbeiter kümmern sich um grundlegende Tätigkeiten. Auch Zufriedenheit und Loyalität werden gruppenweise verwaltet, inklusive eigener Anführer mit Boni. Dadurch entsteht echte strategische Tiefe: Du kannst entweder alle Gruppen ausbalancieren oder dich gezielt spezialisieren – je nachdem, was deine Karte hergibt. Viel Wasser? Setz auf Seeleute. Viel vertikaler Raum? Dann sind Ingenieure besonders wertvoll. Mit wachsender Basis stoßen auch Außenstehende dazu. Sie arbeiten zunächst nicht mit, können aber durch gezielte Maßnahmen – etwa Schulen – in deine Gesellschaft integriert werden. Das Ergebnis ist ein flexibles System, das dir viele Wege zum Ziel lässt und dafür sorgt, dass sich jeder Durchgang etwas anders spielt.

Physik als zentrales Spielelement

Ein entscheidender Unterschied zu vielen anderen Aufbauspielen ist in All Will Fall die Physik. Alles, was du baust, muss stabil abgestützt sein – sonst droht der Einsturz. Du kannst zwar zusätzliche Stützen setzen und deinen Bauraum erweitern, stößt dabei aber schnell an Grenzen. Genau das macht den Reiz aus: Du bist gezwungen, kreativ zu bauen und deine Konstruktionen gut zu planen. Manchmal lohnt es sich sogar, bewusst provisorisch zu arbeiten, um schnell an Ressourcen zu kommen – auch wenn das Risiko besteht, dass später etwas zusammenbricht. Besonders spannend wird es durch äußere Einflüsse wie den Meeresspiegel. Sinkt dieser, können zuvor stabile Konstruktionen plötzlich ihre Grundlage verlieren. Gleichzeitig eröffnen sich dadurch neue Bauflächen – ein System, das Risiko und Chance clever verbindet. Auch die Szenarien sorgen für Abwechslung. Nach einem eher einfachen Einstieg erwarten dich spezielle Herausforderungen: begrenzter Platz auf einem Schiff, langsam zerfallende Karten oder zufällige Forschungssysteme, die dich zum Umdenken zwingen. Jedes Szenario verändert deine Herangehensweise spürbar. Zusätzlich gibt es einen Sandbox-Modus, in dem du eigene Karten erstellen kannst. Geplante Workshop-Unterstützung sorgt dafür, dass du auch Inhalte anderer Spieler nutzen kannst. Trotz kleiner Schwächen, etwa bei der Wegfindung, funktioniert das Spiel insgesamt sehr gut. Es bleibt zugänglich, ohne dich zu überfordern, fordert dich aber genug, um langfristig motivierend zu sein.

Trailer


Fazit

All Will Fall ist eine wirklich gelungene Neuerscheinung im Genre der Kolonie- und Aufbausimulationen. Es wird nicht jeden abholen – aber wenn du Spaß daran hast, Systeme zu verstehen, clever zu bauen und auch mit Rückschlägen umzugehen, solltest du dir das Spiel definitiv anschauen. Gerade dieser Moment, wenn alles zusammenbricht und du neu planen musst, gehört hier einfach dazu – und genau das macht den Reiz aus. Ich hatte bisher eine Menge Spaß damit und freue mich darauf, die restlichen Szenarien zu entdecken und zu sehen, was andere Spieler im Workshop erschaffen. Durch die vielen Herausforderungen und die Community-Inhalte steckt hier locker Potenzial für unzählige Stunden drin. Und jetzt, wenn du mich entschuldigst – ich muss noch schnell ein paar Stützen setzen, bevor mir wieder alles ins Meer kippt.


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