Family Park Tycoon

Family Park Tycoon (NDS)

(Astragon)

geschrieben von Jan-Erik Steinkrüger

 

 
Entwickler: VIS Games
Publisher: Astragon
Genre: Simulation
Releasedate: Bereits erhältlich
Homepage: Family Park Tycoon
Preis: 29,95 €
Altersfreigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß §14 JuSchG

Wer hat noch nicht davon geträumt, einen eigenen Vergnügungspark zu leiten? Nach "Theme Park" aus dem Hause EA und im weitesten Sinne auch "Thrillville" von Lucas Arts bringen nun auch die Entwickler von VIS Games gemeinsam mit dem Publisher Astragon eine Freizeitparkwirtschaftssimulation für den Nintendo DS auf den Markt. Ob "Family Park Tycoon" mit den Produkten der beiden Großen zumindest ansatzweise mithalten kann und ob er ausreichend Neues bietet, erfahren Sie im folgenden Testbericht.

Ein Park und alle Attraktionen

Bei "Family Park Tycoon" gilt es, wie bei den meisten Freizeitparksimulationen auch, als Freizeitparkbetreiber einen wirtschaftlich profitablen und im Idealfall spannenden Vergnügungspark nach eigenen Interessen zu gestalten. Natürlich sind auch Toiletten, Imbiss- und Souvenirstände von Nöten, um die Gäste zu mehr Konsum anzuregen und sie glücklich zu halten, und es gilt auch Personal und Werbung zu verwalten. Im Gegensatz zu den anderen Spielen ist jedoch die Macht der Finanzen gnadenlos: Sollte man in die Nähe von null Euro kommen, ist das Spiel sofort vorbei.

In den meisten anderen Spielen dieser Art, wählt der Spieler zwischen einem Sandkastenmodus ohne finanzielle Einschränkung und einzelnen Missionen, die jeweils nur eine bestimmte Auswahl an Attraktionen bieten. Anders "Family Park Tycoon", denn hier gibt es nur einen Park als Endlosspiel, in dem im Gegenzug dafür von Anfang an alle Attraktionen zum Bau zur Verfügung stehen, wenn natürlich das nötige Kleingeld in der Kasse ist, aber auch zusätzliches Land nach und nach dazugekauft werden muss. Schade ist dabei allerdings, dass lediglich ein Speicherstand zur Verfügung steht, und somit nur die nachhaltige Gestaltung eines einzigen Vergnügungsparks möglich ist.

Alte Grafik und alter Sound

Der eigene Freizeitpark wird dem Spieler auf beiden Bildschirmen des Nintendo DS gleichzeitig angezeigt, wobei im oberen Display eine dreidimensionale Schrägsicht und im unteren eine zweidimensionale Draufsicht desselben Parkausschnitts der Orientierung dienen. Will man genauere Informationen über einzelne Attraktionen erhalten, wird im oberen Bildschirm eine Fotografie der Attraktion mit einzelnen Grunddaten angezeigt. Im Gegensatz zu Vegetation, Wegen und Gebäuden sind leider keine Gäste oder Mitarbeiter im Park dargestellt. Insgesamt ist die Grafik relativ altbacken und grobkörnig – niedriger noch im Niveau als "Roller Coaster Tycoon 1" auf dem PC – und wirkt gerade wegen des Wegfalls von Menschen eher statisch, wenngleich die meisten Attraktionen zumindest ansatzweise animiert sind. Zur akustischen Untermalung dient dem Spiel einzig ein drei Eurodance-Songs umfassender Soundtrack.

Fazit

"Family Park Tycoon" ist ideal für längere U-Bahn- oder Busfahrten, bei denen man neben dem MP3-Player für die Ohren (das Spiel ist dafür eher ungeeignet) auch für die Finger Beschäftigung ohne intensivere Konzentrationsleistungen sucht. Als strategische Herausforderung ist das Spiel jedoch insgesamt zu flach und monoton. Dennoch ist es vor allem für Freizeitparkverrückte noch ein nettes Spiel für nebenher.

(12.12.2008)

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