Dolmen

Am 20.05.2022 erscheint das Soulslike Spiel mit Sci-Fi-Elementen von Entwickler Massive Work Studio und Publisher Prime Matter, dass dank 585 Kickstarter-Baker, die eine Summe von 20.272 $ am 05. Oktober 2018 für die Steam Version beisteuerten, ermöglicht werden konnte.

Story und Handlung:

In Dolmen spielen wir wahlweise mit einem männlichen oder weiblichen Charakter, den wir minimal anpassen können. Unsere Aufgabe ist es eine außerirdische Welt namens Revion Prime zu erkunden und sogenannte Dolmen für Forschungszwecke zurück bringen. Dolmen sind Kristalle mit einzigartigen Eigenschaften, die angeblich eine Verbindung zwischen mehreren Realitäten herstellen können. Doch Revion Prime ist kein Ort an dem wir willkommen sind, denn zahlreiche Alien Gattungen warten nur darauf, uns ins jenseits zu katapultieren.

Kämpfe und Zeitlinie

Spielerisch ähnelt Dolmen vor allem Dark Souls sehr stark, kommt aber mit eigenen Innovationen die es sehr gut einbindet. Wir haben schwache und stärkere Angriffe, können ausweichen und blocken und besitzen für den Fernkampf eine Waffe, die unterschiedliche Angriffe ausführen kann. Springen ist nicht möglich. Greifen wir unsere Gegner an oder Blocken ihre Angriffe, wird Ausdauer verbraucht, die sich automatisch wieder regeneriert.  Es gibt auch einen Energiebalken für die Fernkampfwaffe, mit der wir uns auch Lebensenergie aufladen können oder Fähigkeiten aktivieren, dieser Balken füllt sich nicht automatisch, wenn wir ihn für Lebensenergie oder Fähigkeiten nutzen, sondern nur mit besiegten Gegnern. Dasselbe gilt auch für den Lebensbalken, geht dieser zur Neige, sterben wir. Die Angriffe die uns zur Verfügung stehen sind alles Echtzeitangriffe, wir können also jederzeit flüchten, sofern wir nicht umzingelt werden oder uns in einem Bosskampf befinden. Sterben wir bei einem Kampf, verlieren wir eine Zeitlinie, die wir wieder einsammeln können, darin befinden sich alle unsere bisher gesammelten Erfahrungspunkte. Gelingt es uns nicht diese einzusammeln, weil wir vorher schon sterben, ist diese Zeitlinie für immer verloren und damit auch alle eingesammelten Erfahrungspunkte.

Crafting und Koop

Während wir Gegner besiegen können wir verschiedene Ressourcen sammeln, mit denen wir eigene Waffen craften dürfen. Die Waffen können nur hergestellt und nicht in der Spielwelt gefunden werden, diese statten wir dafür mit besonderen Elementen aus, wie bspw. Säure. In der Spielwelt reagieren gegnertypen auf unterschiedliche Elementare, die wir uns so aneignen können Auf dem Raumschiff können wir zudem auch unsere Fähigkeiten verbessern und Technologien nutzen, die uns einige Vorteile verschaffen. Während Dark Souls permanenten Koop hatte, hat sich die Entwickler Massive Work dagegen gestellt. Ihr könnt zwar Dolmen im Koop spielen, jedoch nur bei Bosskämpfen. Habt ihr die Bosse besiegt stehen sie euch auf eurem Flugschiff zur Verfügung, wo ihr sie jederzeit im Koop dann auswählen könnt, sofern ihr ein Dolmen habt um diese aufzuwecken. In meinem Test war dies noch nicht möglich, wie gut das also funktioniert, kann ich derzeit nicht sagen.

Grafik und Soundtrack

Sci-Fi spielt in Dolmen eine große Rolle, denn die ganze Spielwelt ist recht düster gehalten. Einige Areale wirkten richtig gut gemacht, einige hingegen fühlten sich viel zu leer an. Die Gegner sehen interessant aus, vor allem die Bosse, jedoch werden sie leicht repetitiv und bieten etwas wenig Abwechslung vor allem zu Beginn des Spiels, kämpft man überwiegend gegen Alien-Spinnen. Das Menü bzw. interface in unserer Basis, in der wir uns stärker machen, Fähigkeiten freischalten und Waffen craften können, ist sehr simpel aufgebaut, mir persönlich hat dies gut gefallen, da es einfach übersichtlicher ist, ich kann mir aber gut vorstellen, dass es anderen einfach zu schlicht und karg ist. Die Atmosphäre ist gut und auch der Soundtrack hat mir ganz gut gefallen.

Trailer:


Fazit

Nach wie vor bin ich kein wirklicher Fan von Soulslike Spielen, aber immer mal wieder entdeckt man auch Perlen in dem Genre, von denen man nie gedacht hätte, dass man das Spiel mag. Nach wie vor steht Sekiro und Death's Door ganz oben auf meiner liste. Und ja, als ich Dolmen das erste Mal spielte, dachte ich direkt an ein Dark Souls Clone, denn nicht nur die Kampfmechanismen erinnerten mich an Dark Souls, auch das einsammeln seines leblosen Körpers mit den Erfahrungspunkten sowie die etwas seltenen Checkpunkte (Lagerfeuer bei DS) und das wiederbeleben aller Feindlichen besiegten Gegner. Und ja, Dolmen hat viel abgeschaut, spielt sich aber zum Glück etwas anders und bringt eigene Ideen mit rein, die man aber selbst lernen muss. Je weiter man in Dolmen kommt, desto mehr fallen die unterschiede auf. Gerade der Anfang war für mich ziemlich zäh und teilweise frustrierend, das Tutorial erklärt zwar einiges gut, anderes wiederum nur sehr spärlich und manches überhaupt nicht. So können wir zwar Angriffe blocken, verlieren aber schnell Ausdauer, vor allem wenn wir auch noch ausweichen müssen, denn nicht jeder Schlag bzw. Angriff kann blockiert werden. Und Angriffe halten wir kaum welche aus, so bin ich am Anfang direkt dreimal an derselben Stelle gestorben, weil mich mehrere Spinnen attackierten und ich trotz des einsetzen von Fähigkeiten keinerlei Chance hatte. Das änderte auch nichts, als ich einen Umweg machte und das Gebäude von oben nach unten säuberte, denn unten angelangt, spornten die Spinnen einfach auf und ich starb schon wieder, da sie mich umzingelten und ich nicht ausweichen konnte und auch nicht genug Stamina hatte um alle Angriffe zu blocken. Dabei waren nicht die Spinnen das Problem, sondern die eigenen Angriffe, wir können nämlich nur ein Gegner anvisieren, ohne Anvisierung gehen zu viele Hiebe einfach am Gegner vorbei und Attacken werden nicht richtig geblockt. Zudem sind die Checkpunkte oft nicht in der Nähe und man muss alle Gegner erneut besiegen um an den Ort zu kommen, wo man starb, was oft ziemlich schwierig ist, da in meinem Test die Gegner oft anders reagierten oder plötzlich wo anders waren wie vorher. Im Späteren Spielverlauf wird dies wesentlich einfacher, denn wir craften uns bessere Waffen und bekommen mehr Lebenspunkte womit wir deutlich mehr aushalten, zudem stehen uns unterschiedliche Fähigkeiten zur Verfügung, wo gerade die Fernkampfwaffe und Elementare sowie der Technologiebaum eine der wichtigsten Rollen einnimmt. Abgesehen davon, werden wir selbst ebenfalls deutlich besser, je mehr wir spielen, so dass das ganze Spiel deutlich fahrt aufnimmt. Nichtsdestotrotz hätte ich mir ein besseres Tutorial gewünscht, dass vor allem früh in die wichtigen Mechanismen des Spiels einlenkt und nicht erst dann, wenn man es meist bereits selbst herausgefunden hat. Wer das Genre Soulslike mag und zudem Sci-Fi gut findet, wird denke ich auch mit Dolmen Spaß haben und selbst wenn man kein Fan von Dark Souls ist, könnte gerade Aufgrund des craften und der Fernkampfwaffe, einem das Spiel zusagen. Mir persönlich hat es gut gefallen, auch wenn der Beginn etwas holprig und frustrierend war.


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