Endling – Extinction is Forever

PC

Düster, melancholisch und trotzdem wunderschön findet eure Reise als letzter Fuchs auf Erden statt. Was alles das erste Spiel des spanischen Entwicklers Herobeat Studios zu bieten hat, erzähle ich euch in meiner PC Review.

Story und Handlung:

In „Endling – Extinction is Forever“ spielen wir eine Füchsin, die vor einem lodernden Waldbrand und zurück zu ihrem Unterschlupf flüchtet, in dem sie kurzerhand danach, ihre Welpen gebärt. Es vergehen einige Tage, als eines nachts ein Fremder eines ihrer Welpen entführt. Als Fuchsmutter ist es unsere Aufgabe, die restlichen Füchse am leben zu erhalten indem wir dafür sorgen, dass sie sich am Tag ausruhen und nachts genug essen. Zudem suchen wir nach Hinweisen um unser verlorenes Junges wieder zu finden. Die Story im Spiel wird recht düster, melancholisch und in verschiedenen Etappen erzählt, die ich hier nicht weiter Spoilern möchte.

Überleben und Fähigkeiten

Als Fuchsmutter müsst ihr für eure Kleinen gut sorgen, denn es gibt zahlreiche gefahren wie bspw. Fallen, Menschen und wilde Jäger.  Nachts folgen euch eure Kinder und müssen fressen, was für euch als Fuchsmutter kein Problem darstellen sollte, denn die Spielgegend ist üppig gedeckt, so findet ihr Hasen, Frösche, Fische, Mäuse, Früchte und sogar Müllreste, die ihr eurem Nachwuchs besorgen könnt. Ihr selbst braucht keine Nahrung denn es reicht, wenn eure Welpen fressen. Eine lebensanzeige unten zeigt euch, wie hungrig eure Kinder sind und wieviel ein erlegtes Tier auffüllt, ist die Leiste bei Null und wird nicht rechtzeitig aufgefüllt, stirbt eins der Welpen. Solltet ihr selbst verletzt werden und erneut in eine Fallen tapen oder vom Jäger erschossen werdet, ist dies nicht sonderlich tragisch, denn der Tag wiederholt sich lediglich für euch. An bestimmten Wegen, lernen eure Welpen neue Fähigkeiten lernen wie bspw. nach Fressen Graben oder sich durch dünne Spalten zwängen.

Schöne, sich immer verändernde Spielwelt

Als besorgte Fuchsmutter gebt ihr die Hoffnungen nicht auf euren Welpen wieder zu finden, während ihr also nach hinweisen sucht, vergehen nicht nur die Tage und Nächste, sondern die Welt verändert sich spürbar und ihr schaltet neue Passagen frei. Oft werden kleine Details erst später sichtbar, während man erneut die Wege abläuft, die man bereits entdeckt hat. Da sich die Fähigkeiten ebenfalls nach und nach bei den Welpen bilden, werden auch hier neue Passagen geöffnet, denn die Nahrungsquellen werden mit der Zeit immer knapper.

Toller Soundtrack, wenig wiederspielwert

Der Soundtrack ist sehr atmosphärisch im Spiel und zeichnet die düstere, traurige Welt, in der ihr im Spiel gefangen seid und etwas die reale Welt widerspiegelt, in der wir leben. Das ist wirklich gut gelungen und macht viel vom Spiel aus, leider ist das Gameplay in maximal 4-5 Stunden bereits beendet, einmal die Story erlebt, gibt es nichts, was einen dazu anspornt, das Spiel erneut zu spielen, es gibt keine unterschiedlichen Enden, das Einzige was sich ändert ist die Anzahl eurer überlebenden Welpen und das ist wirklich schade.

Trailer:


Fazit

Endling – Extinction is Forever hat mir im Grunde sehr gut gefallen, das Gameplay und die Story ist emotional und herzerwärmend aber gleichzeitig auch sehr rau und brutal. Wir müssen in der kalten, unbarmherzigen Welt der Menschen unsere Welpen am Leben erhalten und gleichzeitig nach unserem entführten Welpen suchen, indem wir hin und wieder seine Spur erschnüffeln können. Dabei zieht es uns immer weiter an seltsame und gefährliche Orte, die nur so von Menschen wimmeln, die uns schaden wollen. Je mehr Tage wir an einem Ort verbringen, desto schwieriger wird es genug Nahrung zu finden, die unsere Welpen sättigt, so, dass sie auch sterben können. An bestimmten Stellen triggert das Spiel dann ihre Fähigkeiten, die uns helfen, an andere Nahrungsquellen usw. zu kommen, die wir sonst nicht erreichen würden. Die Spielwelt passt sich mit den Tagen an und verändert sich, viele Details werden nach und nach sichtbar, dazu der wunderschöne Soundtrack, der für die richtige Atmosphäre im Spiel sorgt. Nur leider ändert sich bei einem wiederholten Spieldurchlauf absolut nichts und nach gut fünf Stunden, ist der Spaß auch schon rum. Das Ende ist vorgegeben und ändert sich im Prinzip nur bei der Anzahl der überlebten Welpen. Die Menschen stellen nur bedingt eine Bedrohung, denn wenn wir mal sterben fangen wir einfach wieder beim selben Tag an, an dem wir starben und es spielt auch keine Rolle, ob wir fressen oder nicht, wichtig sind nur die Welpen. Etwas komisch fand ich auch bspw. Der Tag und Nacht Zyklus, denn es wird nicht automatisch wieder Nacht, wenn der Tag angebrochen ist und wir weiter alles erkunden, wir sind also gezwungen, immer wieder in unseren Fuchsbau zurück zu kehren, damit eine weitere Nacht beginnt. Ich würde das Spiel daher zwar weiterempfehlen, aber erst in einem Sale.


Kommentare:
Der Kommentar wurde gespeichert!
The Captcha element applies the Captcha validation, which uses reCaptcha's anti-bot service to reduce spam submissions.