NINJA KIDZ: TIME MASTERS

PC

Das 3D Action Beat 'em up des Entwicklers und Publishers Selecta Play erschien am 29. September 2023 und richtet sich an jüngere „Ninja Kidz“-Serien-Fans. Warum das Spiel nichts taugt, erfahrt ihr in meiner PC-Review.

 

Story und Handlung:

Die drei größten Meister der Kampfkünste wurden entführt und Dr. Disaster und seine Schergen haben sie in verschiedenen historischen Epochen gefangen. Die Ninja Kidz sind die einzigen, die den Zeitstrudel durchqueren und ihre Fähigkeiten einsetzen können, um sie zu retten und den Weg der Ninja zu bewahren. Reise durch die Zeit, von der Jurazeit bis in die Zukunft, um die drei Kampfkunst-Meister zu finden und zu retten.

Seichtes Kampfsystem

NINJA KIDZ: TIME MASTERS ist ein gewöhnlicher Sidescroller Beat 'em up, bei dem ihr diverse Gegner wie Werwölfe und Piraten bekämpfen müsst, leider gibt es nur ein seichtes Kampfsystem, ihr habt einen normalen Angriff, einen stärkeren Angriff, einen Speziellen Angriff der sich erst aufladen muss, indem ihr Gegner besiegt, und könnt zusätzlich bspw. Ninja Sterne oder Messer und Bomben auf Gegner werfen. Ist eure komplette Leiste aufgeladen, könnt ihr euch auch transformieren, blocken ist hingegen nicht möglich, was das Kämpfen gegen mehrere Angreifer schwer macht, zudem ist die Bewegungsgeschwindigkeit wirklich langsam und man kann kaum ausweichen, es sei denn man rennt ständig. Die Steuerung ist nicht präzise genug, die Kämpfe fühlen sich langweilig an, da sie immer gleich ablaufen, während du recht wenig Schaden verteilst, verursacht der Gegner teils heftigen Schaden, gerade Bosse hauen manchmal so zu, dass sie mit einem Schlag deine ganze Lebensenergie verbrauchen. Du findest zwar immer wieder Leben, aber das schwerfällige Kämpfen, bewegen und versuchen vom Gegner wegzugehen, nachdem eine Horde dich in eine Ecke getrieben hat, wo eventuell auch noch Fässer auf dich zurollen, kann ziemlich frustrierend, ermüdend und ätzend sein.

Repetitive Level und komische Grafik

Es gibt verschiedene Epochen die du mit deinem Charakter durchlebst, leider wirkt jede Epoche ziemlich repetitiv, bevor du zum Boss des jeweiligen Episode kommst, musst du einige Level absolvieren, diese sind jedoch sehr trostlos und wenig detailliert und unterscheiden sich einfach zu wenig, dabei spielt es keine Rolle ob du in einem „Waldgebiet“ gerade bist oder einem langweiligen „Aufzug“, fürs Auge gibt es einfach zu wenig zu sehen. Die Gegner sind auch sehr repetitiv, zwar sind sie anders gekleidet, je nach Epoche aber immer die gleichen Gegnertypen. Der Spielcharakter sieht zudem im Spiel aus, als käme er von einem ganz anderen Spiel, was schade ist, da gerade in den Zwischensequenzen die Charaktere was hermachen, aber im Spiel selbst leider nicht mehr.  Für ein Spiel das 40€ kostet, wird hier sehr wenig geboten, sei es Spielerisch, wie grafisch oder Soundtechnisch.

Diverse Spielmodi hinter einer Freischaltung

Abgesehen vom langweiligen Story Modus gibt es auch noch den Boss Rush-, Quick Game- und Challenges Modus, jedoch müssen alle Modis erst freigeschaltet werden. Um den Boss Rush- und Quick Game Modus freizuschalten, musst du bspw. die komplette Story beenden, möchtest du den Charakter Shane freischalten, musst du mit jedem der vier zur Verfügung stehenden Charaktere den Story Modus durchschaffen. Für den Challenges Modus, der dir sechs weitere Level freischaltet, musst du den Boss Rush Modus absolvieren. NINJA KIDZ: TIME MASTERS bietet zudem einen Lokalen Coop, der mit bis zu drei weiteren Freunden gespielt werden kann.

Trailer:


Fazit

Das Beat 'em up NINJA KIDZ: TIME MASTERS, das sich an ein jüngeres Publikum richtet, versagt in ganzer Linie. Die Steuerung ist träge, das Kämpfen ist langweilig, die Gegner machen oft viel zu viel Schaden oder nerven mit Bomben und Wurfmesser, während du versuchst nicht in eine Ecke gedrängt zu werden. Es gibt kein Tutorial wie bei bspw. Paw Patrol, dass die Steuerung zeigt, viel mehr steht eine Buttonerklärung auf Schildern bei denen du vorbei gehst. Obwohl das Kampfsystem selbst sehr schlicht ist und die meisten Gegner kein Problem darstellen, fehlt dem Spiel Abwechslung und Action, sowohl was das Kampfsystem, die Gegner und vor allem das repetitive Leveldesign angeht. Das Kämpfen ist ermüdend und gerade bei Bossen sehr langsam und langweilig, dass sich die knapp drei Spielstunden wie ein halbes Jahrzehnt anfühlen. Für 40€ kann ich das Spiel weder einem Kind, noch einem Baby und schon gar nicht Beat 'em up-Fans empfehlen. Ehrlich gesagt würde ich keine 5€ für das Spiel ausgeben, da die Unterhaltung einfach nicht vorhanden ist und man sehr schnell die Lust am Spielen verliert, vor allem, da jeder Spielmodus erst freigeschaltet werden muss. Es ist im Übrigen nicht möglich im Story Modus mehrere Charaktere auszuprobieren, jeder Charakter erfordert ein neues Durchspielen, für den Charakter Shane muss man dies sogar mit allen vier Charakteren machen, die meisten werden davon nicht mal einen aushalten. Richtig Miess sind vor allem die vier Helden im Spiel, die ganz anders aussehen als in den Zwischensequenzen, generell ist die Grafik sehr billig gehalten, was noch auszuhalten wäre, wenn wenigstens die Feinde und Spielcharaktere was hermachen würden.


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