
Am 22. Januar 2026 erschien die Simulation des Entwicklers SUN AND SERPENT creations und Publishers Mythwright als Early Access Version, bei der du präzise Schwerter schmieden musst. In meiner Review erzähle ich dir etwas mehr.
Führe manuelle Arbeitsprozesse aus
Bladesong ist eine ruhige, stark auf Details fokussierte Simulation, die sich bewusst von hektischen Spielen abgrenzt. Statt schneller Reaktionen steht das kontrollierte, präzise Ausführen von Abläufen im Mittelpunkt. Das Spiel verlangt Geduld und Aufmerksamkeit und lädt dazu ein, sich auf entschleunigte Prozesse einzulassen. Genauigkeit ist dabei wichtiger als Geschwindigkeit, denn viele Handlungen müssen Schritt für Schritt und in der richtigen Reihenfolge ausgeführt werden. Konkret führst du manuelle Arbeitsprozesse aus, bei denen Positionierung, Ausrichtung und Präzision eine zentrale Rolle spielen. Du bereitest Werkzeuge oder Klingen vor, arbeitest in mehreren Phasen daran weiter und musst jede Bewegung bewusst setzen. Kleine Ungenauigkeiten wirken sich direkt auf das Ergebnis aus, weshalb das Spiel langsames, überlegtes Arbeiten belohnt. Es gibt keinen Zeitdruck, keine Gegner und keine klassischen Levelziele. Motivation entsteht allein durch das Beherrschen der Mechanik und das Gefühl, Abläufe immer sauberer und ruhiger auszuführen. Bladesong fühlt sich dabei weniger wie ein typisches Spiel an, sondern eher wie eine digitale Werkbank.

Noch im Early Access
Die Steuerung ist grundsätzlich verständlich, wirkt aber stellenweise etwas sperrig. Aktionen reagieren nicht immer so direkt, wie man es erwarten würde, was gerade zu Beginn für Frust sorgen kann. Mit etwas Eingewöhnung wird das Handling jedoch konsistenter, und man lernt, mit dem eher gemächlichen Tempo umzugehen. Bladesong belohnt kein hastiges Spielen, sondern verlangt bewusstes Vorgehen. Inhaltlich setzt Bladesong nicht auf eine erzählte Geschichte, sondern auf Simulation und Mechanik. Motivation entsteht hauptsächlich durch das Meistern der Abläufe und das Gefühl, Aufgaben korrekt und effizient auszuführen. Wer sich gern in Systeme hineinarbeitet und Freude daran hat, Prozesse zu optimieren, findet hier eine klare Ausrichtung. Das Spiel befindet sich jedoch in der Early Access Version, der Storyteil wird daher weiterhin ausgebaut. Es kann gut sein, dass nahe dem Release der Vollversion Bladesong über eine ausgefeilte Story oder Kampagne verfügen wird.Grafik und Sound:
Grafisch bleibt das Spiel funktional. Die Darstellung ist zweckmäßig und konzentriert sich darauf, Informationen klar zu vermitteln, statt visuell zu beeindrucken. Texturen und Modelle sind eher schlicht gehalten, erfüllen aber ihren Zweck. Die Umgebungen wirken teilweise steril, was gut zum simulationslastigen Ansatz passt, aber auf Dauer etwas leblos wirken kann. Technisch läuft das Spiel auf dem PC größtenteils stabil, auch wenn kleinere Ungereimtheiten oder Animationsprobleme auftreten können. Der Sound hält sich dezent im Hintergrund. Geräuscheffekte unterstützen die Aktionen sinnvoll, ohne besonders hervorzustechen. Musik spielt keine dominante Rolle und dient eher dazu, eine ruhige Grundstimmung zu erzeugen. Das passt zur Ausrichtung des Spiels, sorgt aber auch dafür, dass Bladesong akustisch wenig Abwechslung bietet.

Trailer:





