
Am 05. Februar 2026 erscheint das Rollenspiel des Entwicklers HEXADRIVE Inc. und Publishers Square Enix als Neuauflage. In meiner Reviewe erzähle ich dir mehr.
Story und Handlung:
Die Geschichte von Dragon Quest VII zeichnet sich durch einen überraschend introspektiven und melancholischen Ton aus, was sie zu einer der untypischsten und erzählerisch ambitioniertesten Episoden der Saga macht. Der Titel beginnt in einer Welt, die auf eine einzige Insel reduziert ist, deren Bewohner glauben, dass es nichts jenseits des Meeres gibt, das sie umgibt. Diese scheinbare Normalität wird durch die Entdeckung alter Ruinen und rätselhafter Fragmente von Steintafeln erschüttert, die auf die Existenz einer ausgelöschten Vergangenheit hindeuten. Indem sie diese Fragmente zusammensetzen, erwecken der Protagonist und seine Gefährten buchstäblich verschwundene Kontinente wieder zum Leben und reisen durch die Zeit, um die dramatischsten Momente ihrer Geschichte mitzuerleben. Jedes neu zurückeroberte Land erzählt eine eigenständige Geschichte, die oft von menschlichen Tragödien, Betrug, Fanatismus oder falschen moralischen Entscheidungen geprägt ist, in denen die dämonische Bedrohung eher als Katalysator denn als Hauptursache des Bösen wirkt. In diesem Mosaik verzichtet das Spiel auf eine unmittelbare epische Entwicklung zugunsten einer langsamen und bewussten Anhäufung von Geschichten, die nach und nach das zentrale Thema des Verlusts und der Verantwortung aufbauen. Erst in den fortgeschrittenen Phasen wird ein größerer Konflikt deutlich, der das Schicksal der verschiedenen Welten miteinander verbindet und dem Erlebnis ein Gefühl der Einheit verleiht. Das Ergebnis ist eine zutiefst bewegende Handlung, die die Ausdauer des Spielers belohnt und Dragon Quest VII eher zu einer Geschichte über den Wiederaufbau einer zerbrochenen Welt als zu einem einfachen Heldenabenteuer macht. Dennoch hat Square Enix in dieser überarbeiteten Version beschlossen, die Erzählstruktur etwas „aufzulockern”, wodurch sich die Abfolge der Ereignisse vom Original unterscheidet, auch wenn man zugeben muss, dass der Anfang etwas Geduld erfordert. Die zahlreichen Dialoge, die notwendig sind, um die einzelnen Ereignisse jedes Teils des Kontinents kennenzulernen, könnten das ungeduldigere Publikum tatsächlich abschrecken, aber die anfängliche Zeitinvestition wird später im weiteren Verlauf reichlich belohnt (auch wenn einige Abschnitte der Reise von Punkt A nach Punkt B hätten vermieden werden können, um den Spielverlauf weiter zu straffen).

Modernisierung der Spielmechanik
Während die Handlung kaum verändert werden konnte, sieht es beim Gameplay ganz anders aus. HexaDrive hat viel in die Modernisierung der Spielmechanik investiert, um ein Produkt anzubieten, das dem Original treu bleibt und gleichzeitig aktuell ist. Natürlich handelt es sich immer noch um ein rundenbasiertes Rollenspiel, in dem man Dörfer und Dungeons voller Monster und Bosskämpfe besucht, aber der Rahmen, der diese Routine umgibt, wurde sorgfältig ausgearbeitet. Die erste Neuerung betrifft das Ende der mittlerweile geliebten/gehassten Zufallsbegegnungen (mit kleinen Ausnahmen, wie z. B. den Abschnitten auf dem Schiff). Dragon Quest VII Reimagined bietet Gegner, die direkt auf dem Weg sichtbar sind, sodass man die Möglichkeit hat, sie mit geschickten Ausweichmanövern anzugreifen oder nicht. Gleichzeitig ist die große Auswahl an Optionen für Barrierefreiheit lobenswert. Von der Möglichkeit, die Menge an gesammelten Erfahrungspunkten und Gold zu personalisieren, über die Höhe des erlittenen und verursachten Schadens bis hin zur Geschwindigkeit der Kämpfe und der Schnellreise, die von Anfang an verfügbar ist, sorgt die Aufmerksamkeit, die das Entwicklerteam diesen Aspekten gewidmet hat, dafür, dass jeder den Titel genießen kann. Das Gleiche gilt auch für die Kamera, die hier eine zentrale Rolle spielt. Die Ansicht von oben ist nämlich, genau wie beim Produkt aus dem Jahr 2000, horizontal vollständig einstellbar, sodass man den Blickwinkel drehen kann, um alle Geheimnisse zu entdecken, die in den Städten und Dungeons verstreut sind. Bei der Erkundung des Kontinents verliert diese Mechanik aufgrund der geografischen Gegebenheiten etwas an Bedeutung, wird jedoch durch Transportmittel mehr als ausgeglichen, auf die ich aus offensichtlichen Gründen in dieser Analyse nicht näher eingehen werde.Zahlreiche Berufe bzw. Spezialisierungen:
Wie in Dragon Quest 3 gibt es auch in diesem Kapitel zahlreiche Berufe, also Spezialisierungen, mit denen man mächtige Fähigkeiten und Zaubersprüche erlernen kann, um die zahlreichen Feinde zu besiegen. Anfangs sind diese nur in begrenzter Anzahl verfügbar, aber mit zunehmender Erfahrung werden sie immer vielfältiger und bieten eine vielschichtige und befriedigende Auswahl. Das Ergebnis ist eine flexible Gruppe, die eine Vielzahl von Ansätzen bietet, da die Mitglieder und ihre Klassen jederzeit geändert werden können. Die Erkundung steht traditionsgemäß im Mittelpunkt des Spielgeschehens. Auch in dieser Produktion mangelt es nicht an zahlreichen mittelalterlichen Dörfern und Städtchen, die von dunklen Kellern und imposanten Türmen unterbrochen werden. Das Leveldesign ist jedoch besser als bei den vorherigen HD-2D-Interaktionen: Man verirrt sich nie und verliert nie den Weg, auch dank der hervorragenden Karten, die jederzeit eingesehen werden können, und der Ratschläge der Gefährten, die per Knopfdruck abgerufen werden können. Was jedoch die Dungeons betrifft, so weisen sie mehr oder weniger ein gemeinsames Element auf. Jede Umgebung ist wie ein Labyrinth auf mehreren Ebenen aufgebaut, in dem sich zahlreiche Schatztruhen und ein einziger Hauptweg befinden, dem man folgen muss. Folglich verläuft die geografische Entwicklung fast ausschließlich vertikal, ist aber, wie oben erwähnt, ansprechender als in der Erdrick-Trilogie.






