
Under The Island ist ein ruhiges Adventure mit deutlichem Fokus auf Erkundung, Atmosphäre und einer sanft erzählten Geschichte. Statt auf große Action oder spektakuläre Effekte setzt das Spiel auf Stimmung, kleine Details und das Gefühl, etwas Verborgenes aufzudecken. Du erkundest eine abgelegene Insel – und schnell wird klar, dass unter ihrer Oberfläche mehr verborgen liegt, als es zunächst scheint.
Story und Handlung – Zwischen Erinnerung und Entdeckung
Du schlüpfst in die Rolle einer Figur, die auf die Insel zurückkehrt oder dort strandet – je nach Interpretation der erzählten Rahmenhandlung. Die Geschichte entfaltet sich langsam über Gespräche, Fundstücke und Umgebungsdetails. Es geht um Vergangenheit, Verlust und die Frage, was unter der sichtbaren Oberfläche verborgen bleibt – sowohl geografisch als auch emotional. Alte Ruinen, Höhlensysteme und unterirdische Anlagen erzählen ihre eigene Geschichte. Dabei bleibt vieles bewusst offen, sodass du Zusammenhänge selbst herstellen musst. Die Story ist kein treibender Thriller, sondern eher eine leise, melancholische Erzählung. Wer Geduld mitbringt, wird mit einer stimmigen Atmosphäre und einem subtilen Spannungsbogen belohnt.

Gameplay – Erkunden statt Kämpfen
Spielerisch steht die Erkundung im Mittelpunkt. Du bewegst dich über die Insel, löst kleinere Umgebungsrätsel und schaltest neue Bereiche frei. Das Spiel setzt weniger auf Kampfmechaniken, sondern stärker auf Beobachtung, Interaktion und das Verständnis der Umgebung. Rätsel sind logisch aufgebaut und in die Welt integriert, ohne unnötig kompliziert zu wirken. Die Progression basiert darauf, neue Wege zu entdecken, Werkzeuge zu erhalten oder Mechanismen zu aktivieren. Das Gameplay ist bewusst entschleunigt. Es gibt keine Zeitlimits oder hektischen Abschnitte. Allerdings kann sich das Tempo für manche Spieler etwas zu gemächlich anfühlen.Grafik, Switch 2 sowie PC Performance und Sound
Optisch setzt Under The Island auf einen stilisierten Look mit klaren Farbkontrasten zwischen der hellen Inseloberfläche und den dunkleren, geheimnisvollen Untergrundbereichen. Licht und Schatten spielen eine wichtige Rolle, besonders in Höhlenabschnitten. Auf der Nintendo Switch 2 läuft das Spiel stabil mit sauberer Bilddarstellung. Die höhere Auflösung sorgt für schärfere Texturen und klarere Details im Vergleich zu älteren Konsolenversionen. Die Performance bleibt konstant und eignet sich gut für das ruhige Gameplay. Kleinere Ladezeiten sind vorhanden, fallen aber nicht störend ins Gewicht. Auf dem PC profitiert das Spiel von höheren Auflösungen und optionalen Grafiksettings. Mit entsprechender Hardware läuft es sehr flüssig, mit stabiler Framerate und schnelleren Ladezeiten. Texturen wirken etwas klarer, und Lichteffekte kommen besser zur Geltung. Insgesamt ist die PC-Version technisch am stärksten, auch wenn das Spiel keine extrem hohen Anforderungen stellt. Der Soundtrack ist dezent und atmosphärisch. Sanfte Melodien begleiten dich bei der Erkundung, während in unterirdischen Abschnitten minimalistische Klangflächen für Spannung sorgen. Umgebungsgeräusche wie Wind, Wellen oder Tropfgeräusche verstärken das Gefühl, wirklich auf einer einsamen Insel zu sein. Der Sound trägt stark zur Immersion bei, ohne jemals aufdringlich zu wirken.






